Grüße aus Heidhausen
Liebe Freunde im Netz,
heute also die erste Nachricht aus der „neuen Heimat“.
Auf der beigefügten Collage und dem Luftbild könnt Ihr genau studieren, wo wir hier in Essen-Heidhausen gelandet sind. Das Hintergrundbild für die Fotos ist in der Nähe vom höchsten Platz Essens aufgenommen worden. Quasi hinter der Kirche in der Mitte, die zum Kamillushaus gehört, sind es noch ein paar hundert Meter bis zu unserer Wohnung. Unser Balkon ist der mit dem roten Sonnenschirm auf der Gartenansicht. Auch das Schlafzimmer hat einen Balkon, sodass wir von morgens bis abends die Sonne genießen können. Im Schlafzimmer steht auch mein Schreibtisch und in der Eibe jenseits des Gartenweges höre ich immer wieder das Sommergoldhähnchen (Suchmaschine gucken), sodass ich guter Hoffnung bin, hier mal ein schönes Foto von dem hübschen Vögelchen machen zu können, das eines der Kleinsten in unserem Lebensraum ist und trotzdem über das Mittelmeer nach Afrika fliegt.
Wir haben mit dem Umzug in die Wohnung und dem Abwurf aller Belastungen, die Haus und Garten mit sich gebracht haben, alles richtig gemacht. Alle Besucher sind sehr angetan von der Wohnung und der Umgebung. Mit dem Bus ist man Ruckzuck in Werden oder in Velbert, es gibt zwei Bäcker im näheren Umkreis und die Lebensmittelgeschäfte sind auch nicht so weit entfernt.
Ein besonderer Knüller ist „Schiffers“. Ein ehemaliger Sternekoch aus Werden hatte keine Lust mehr auf den Stress seine Restaurants, hat es aufgegeben und 10 Minuten von uns entfernt einen Imbiss übernommen. Die Bandbreite seiner Köstlichkeiten ist groß, die Preise moderat und der Service spitze. Einen Abend in der Woche werden wir dort Essen gehen: Knuspergarnelen, Kibbeling (frittierte Kabeljaustücke) und Pommes, dazu verschiedenen delikate Saucen … absolut köstlich!!!
Leider gibt es gerade einen Dämpfer bei alldem Glück: Gina hat vor zwei Wochen von einem auf den anderen Tag stark abgebaut und war vier Tage in einer Tierklinik in Duisburg. Dort wurde festgestellt, dass sie eine schwere Anämie (Blutarmut) hat, die aber nicht von inneren Blutungen kommt, sondern wahrscheinlich Folge einer Autoimmunerkrankung ist, bei der der Körper die roten Blutkörperchen angreift. Nach einer Bluttransfusion haben sich die Werte zwar verbessert, aber der Zustand ist immer noch kritisch. Es ist auch möglich, dass ihr der ganze Umzugsstress zu schaffen gemacht hat. Sie ist seit einer Woche wieder daheim, bekommt hochdosiertes Cortison und seit gestern ein zusätzliches Medikament gegen die Autoimmunerkrankung. Sie ist sehr schlapp und es sind derzeit nur sehr kurze Gassirunden möglich. Es wäre schön, wenn wir mit Gina noch ein wenig Zeit verbringen könnten. Schon die vier Tage ohne sie waren schwierig.
Ich wünsche Euch allen ein schönes Frühjahr! Genießt die aufblühende Natur und erfreut Euch an den Gesängen der Vögel.
Liebe Grüße
Uwe